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Studien zu Rückenbeschwerden und zunehmender Zahl von Arztbesuchen sollten uns aufhorchen lassen. Mehr Gesundheitsbewusstsein und aktives Handeln sind gefragt.

Erstaunliche Zahlen

Laut Studien litten im vergangenen Jahr ca. 70 % der deutschen Bevölkerung an Rückenschmerzen.
Jeder fünfte gesetzlich Versicherte geht deswegen einmal im Jahr zum Arzt. 27 % davon sogar viermal oder mehr. Daraus ergeben sich satte 38 Millionen Arztbesuche pro Jahr.

Keine sichere Diagnose

Über 6 Millionen bildgebende Verfahren wie Röntgen, CT (Kernspintomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie) werden durchgeführt. Jedoch liefern sie lediglich in 15 % der Fälle eine sichere Diagnose. 85% der Rückenschmerzen sind unspezifisch, unkompliziert und reversibel. Bei nur etwa 7 % der Betroffenen werden die Beschwerden chronisch. Als typisches Patientenbild gilt hier die übergewichtige Frau ab 50.

Fehlleitende Empfehlungen und Therapien

Erstaunlich ist, dass bis zu 50 % der Betroffenen immer noch Schonung empfohlen wird. 64 % erhalten Arzneimittel, 61 % Physiotherapie und 44 % werden Spritzen verabreicht. Somit entstehen jährliche Kosten von ca. 48,9 Milliarden Euro. Rückenschmerzen sind häufig Ursache für Krankmeldungen und Arbeitsunfähigkeit. Die finanzielle Belastung wirkt sich also nicht nur auf das Gesundheitswesen, sondern auch auf die Wirtschaft aus, da es häufig zu Arbeitszeit- und Produktionsausfällen kommt.

Ursachen für Rückenbeschwerden

Rückenschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Bewegungsmangel, Übergewicht, Fehlhaltung und Muskelverspannung zählen zu den häufigsten.
Heutzutage gehen über 65 % der Arbeitnehmer einer sitzenden Tätigkeit nach. Rechnet man eine Schlafenszeit von 6 - 8 Stunden, Freizeitgestaltung auf der Couch, vor dem PC oder im Kino, Auto- sowie Bahnfahrten, Essen, etc. hinzu, verbringen sie somit etwa 2/3 ihres Tages ohne wesentliche Bewegung.

Ergonomisch arbeiten

Umso mehr Bedeutung gewinnt ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz. Ein wesentlicher Faktor für Rückenbeschwerden ist sicherlich eine zu lange und schlechte Sitzhaltung. Im Zuge des wachsenden Gesundheitsbewusstseins ist es also sowohl für Arbeitnehmer, als auch für Arbeitgeber unerlässlich, die Sitzmöbel nicht nur nach optischen, sondern vor allem nach gesundheitlichen Gesichtspunkten auszuwählen.

Die optimale Einrichtung des Arbeitsplatzes

Ein optimal eingerichteter Arbeitsplatz kann das Risiko von Fehlhaltungen, Muskeldysbalancen, Verspannungen und Kopfschmerzen deutlich vermindern. Zur Grundausstattung sollten auf jeden Fall ein ergonomischer Stuhl und ein höhenverstellbarer Schreibtisch gehören. Außerdem gibt es viele nützliche Hilfsmittel wie z.B. eine ergonomische Computermaus oder ein Ballkissen für den Stuhl, die den Büroalltag erheblich erleichtern können.

Dynamik in den Arbeitsalltag bringen

Ebenso ist es von großer Bedeutung, das Arbeiten dynamisch zu gestalten. Häufiges Ändern der Sitzposition, Aufstehen, kurzes Gehen und kleine gymnastische Übungen wirken sich positiv auf die Muskelaktivität und den Kreislauf aus.

Dadurch ist ein komfortableres, konzentrierteres und effektiveres Arbeiten möglich.

(Quelle: http://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2016/november/volksleiden-rueckenschmerzen-viele-arztbesuche-und-untersuchungen-sind-ueberfluessig/)

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