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42,195 km. Eine Zahl, die wohl jeder Sportler kennt. Der Marathon ist und bleibt die Königsdisziplin im Laufsport. Grund genug, um sich hier mal ein bisschen damit auseinanderzusetzen.

Der zunehmende Erfolg des Laufens erklärt sich vor allem auf Grund der zahlreichen praktischen Aspekte. Bereits ein Paar Schuhe, eine Hose und ein T-Shirt genügen, um seinem Körper und Geist Gutes zu tun. Vor allem die Anzahl der offiziellen Events ist in den letzten Jahren regelrecht explodiert. Die Faszination ist hier nach wie vor ungebrochen. Die größten europäischen Marathons in London, Paris und Berlin ziehen Jahr für Jahr zehntausende Teilnehmer und Zuschauer in Ihren Bann. Allein in Deutschland werden im Jahr 2020 rund 200 Marathonveranstaltungen durchgeführt.

Wie ist eigentlich die mittlere Finisherzeit?

Hierzu hat die Runner’s World mal ein paar interessante Fakten erarbeitet. Hier spielen natürlich vor allem Faktoren wie das Streckenprofil oder auch das Wetter eine entscheidende Rolle. Flache Strecken ermöglichen schnellere Zeiten und kühleres Wetter sorgt in der Regel auch für bessere Zeiten. Um solche Situationen nicht zu schwer zu gewichten, wurden für die Statistik die Werte der letzten 5 Jahre, also alle Ergebnisse von 2015 bis 2019, herangezogen. Hierbei wurden die Mediane der weiblichen und männlichen Finisher gemittelt und jeweils gleich gewichtet.

„Die mittlere Finisherzeit der 20 größten Marathons in Deutschland weicht fast eine Stunde auseinander!“

Erstaunlich ist hierbei, dass DIE Weltrekordstrecke in Berlin im Mittel nur auf Platz 17 der schnellsten Zeiten liegt, obwohl hier bereits 11 Weltrekorde aufgestellt wurden. Die mittlere Finisherzeit liegt hier bei 4:13:27 h. Doch der Berlin Marathon hat noch einen anderen Spitzenwert aufzuweisen, nämlich die höchste Frauenquote. Hier liegt die Hauptstadt mit einer Frauenquote von 30,14 % an der Spitze. Würden in Berlin nur die Frauen an den Start gehen, wäre die Zahl der Teilnehmer immer noch ausreichend, um der größte deutsche Marathon zu bleiben! Von den 44.116 Finishern in 2019 liefen hiervon 13.295 Frauen über die Ziellinie am Brandenburger Tor.

Wo läuft es sich eigentlich am schnellsten?

Hat man Ambitionen auf eine neue Bestzeit meldet man sich am besten beim Mainova Frankfurt Marathon an. Hier werden im Mittel mit einer Zielzeit von 3:58:35 h nämlich die schnellsten Zeiten in Deutschland gelaufen. Im Osten unseres Landes hat man es anscheinend auch eher eilig, denn die Läufe in Dresden und Leipzig landen im Ranking auf den Plätzen zwei und drei. Im Rheinland lässt man es da eher etwas ruhiger angehen. Auf Platz fünf liegt hier der Düsseldorfer Metro Marathon mit im Schnitt 4:02:52 h vor dem Deutsche Post Marathon Bonn mit 4:03:40. Beim Rhein Energie Marathon in Köln genießt man die tolle Stimmung anscheinend am meisten, denn der Köln Marathon belegt im Ranking der schnellsten Zielzeiten lediglich den 15. Rang.

Wie ist eigentlich der Frauenanteil?

„Gut ein Fünftel aller Finisher der 20 größten Marathons Deutschlands sind Frauen.“

Für den Frauenanteil wurden von der Runner‘s World ebenfalls die 20 größten Marathonveranstaltungen in Deutschland betrachtet. Interessant ist hierbei vor allem auch der Vergleich zwischen der halben und der vollen Distanz. Auf der Halbmarathondistanz liegt der Anteil der weiblichen Starter inzwischen bei einem Drittel im Vergleich zu einem Fünftel auf der vollen Distanz. Der Anteil schwankt hier zwischen 16 und 30 Prozent und pendelt sich somit im Mittel auf 20 Prozent ein. Unsere heimischen Marathonläufe liegen mit Köln (23,77%) auf dem 4. Platz vor Düsseldorf (20,14%) auf dem 13. Platz und in Bonn ist die Frauendichte mit nur 16,52 % am geringsten. Aber wichtig an dieser Stelle: der Frauenanteil hierbei steigt inzwischen Jahr für Jahr kontinuierlich an!

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Doch wie erklären sich nun diese Zahlen? Warum wird in Berlin im Schnitt „so langsam“ gelaufen?

„Einmal Marathon und nie wieder!“

Zwar stieg die Zahl der Marathonveranstaltungen von 71 im Jahr 1997 auf rund 200 in 2019 doch nimmt der Anteil der Marathonläufer bei den Veranstaltungen relativ gesehen ab. Viele haben sich den Mythos Marathon als Ziel gesteckt und wollen sich dieser Herausforderung einmal stellen. Und so wird dann auch die Couch Potatoe zwischen 40 oder 50 zeitweise zum Sportler. Genau diese Zielgruppe war es, die dem Marathon in den letzten Jahren zum Boom verhalf.

„Antreten. Durchkommen. Irgendwie. Haken dran.“
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Viele suchen sich hier dann natürlich die großen und stimmungsvollen Veranstaltungen heraus. So wird dann bei vielen Sightseeing mit Sport verbunden und somit erklären sich auch die verhältnismäßig langsamen Zeiten in Berlin.
Der Marathon in unserer Hauptstadt nimmt in dieser Statistik jedoch eine besondere Rolle ein. Während andere Veranstaltungen mit rückläufigen Teilnehmerzahlen zu kämpfen haben ist man in Berlin in der glücklichen Situation, dass man sich die Anzahl der Teilnehmer im Prinzip selber aussuchen kann. Startplätze gibt es hier nämlich nur im Losverfahren. Die Stimmung entlang der kompletten Strecke, einmal durch das Brandenburger Tor laufen und das Prestige der Marathonweltrekordstrecke haben da doch mehr Strahlkraft als z.B. die zwar schnelle aber zeitweise doch sehr einsame Strecke in Frankfurt.
In Summe ist der Marathonboom aber eher rückläufig. In Düsseldorf haben sich die Teilnehmerzahlen auf der Marathondistanz im Vergleich zur ersten Austragung in 2003 inzwischen halbiert! Den Großteil des Startfeldes bilden inzwischen fast ausnahmslos die Staffelläufer und Halbmarathonläufer. So kamen in Düsseldorf im Jahr 2019 gut 15.400 Läuferinnen und Läufer ins Ziel. Die Marathonis bildeten hiervon aber nur ca. 38 % des Gesamten Startfeldes ab. Bereits im ersten Jahr übertraf der Halbmarathon mit ca. 4000 Teilnehmern den Marathon mit seinen ca. 2500 Teilnehmern. Diese Entwicklung lässt sich in dieser Form bei allen großen Veranstaltungen beobachten.
Der oft namensgebende Hauptlauf wird somit immer mehr zur Rahmenveranstaltung für einen dominanten Halbmarathon! Von den 34 Halbmarathonläufen mit über 1900 Finishern sind 20 in einen großen Marathon integriert.
Die Gründe für diese Entwicklung sind mit Sicherheit vielfältig. Beruf, Familie und Sport wollen im heutigen stressigen Alltag wohldosiert verteilt werden. Da passt ein noch überschaubares Training für einen Halbmarathon oft besser in den Alltag als das umfangbetonte Marathontraining. Und somit schließt sich dann auch der Kreis zu unser oben erwähnte Couch Potatoe :)

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