Gipfelkurs - Betriebliche Gesundheitsförderung & Personal Training.
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Immer mehr Unternehmen bieten Maßnahmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung an, jedoch werden diese häufig nur von denjenigen angenommen, die ohnehin schon gesundheitsbewusst leben. Wie können Mitarbeiter dennoch vermehrt zu BGF-Maßnahmen motiviert werden?

BGF- Maßnahmen sind ...

Allgemein soll mit der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) die Gesundheit und Leistungsfähigkeit eines Unternehmens gesteigert werden. Durch gezielte und angepasste Maßnahmen aus verschiedenen Bereichen sollen nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die Arbeitgeber dauerhaft gesund, leistungsfähig und motiviert werden und bleiben.

Betriebliche Gesundheitsförderung beinhaltet Maßnahmen, die zum einen auf das Verhalten der einzelnen Mitarbeiter ausgerichtet sind (Verhaltensprävention) und zum anderen Maßnahmen, die Arbeitsbedingungen analysieren und gegebenenfalls auch verbessern (Verhältnisprävention). Ernährungsprogramme, Bewegungsangebote oder Stress-Bewältigungs-Workshops sind beispielsweise Maßnahmen der Verhaltensprävention. Bezogen auf die Verhältnisprävention sind flexible Arbeitszeiten oder ein ergonomischer Arbeitsplatz als Beispiele zu nennen.

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Wieso will keiner mitmachen...?

Auch wenn Unternehmen und Betriebe oft eine Vielzahl an Angeboten und Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung anbieten, werden diese häufig nur in geringem Maße von Mitarbeitern oder auch von Arbeitgebern angenommen und wenn nur von denjenigen, die schon sehr aktiv sind und gesundheitsbewusst leben. Wieso lassen sich nur so Wenige für Maßnahmen der BGF begeistern?

Ein wichtiger Grund hierbei ist oft das fehlende Wissen über die Wirkung und den Effekt von gesundheitsförderlichen Maßnahmen. Die meisten Menschen wissen, dass es gut und wichtig ist, sich genug zu bewegen, gesund zu ernähren und Stress zu vermeiden, jedoch fehlen hier die Hintergrundinformationen, warum das so ist und was genau zu tun ist.

Auch fühlen sich viele nicht angesprochen, weil sie davon überzeugt sind, schon sehr gesund zu leben und „alles richtig zu machen“. Hier fehlt oft die Erkenntnis, dass das Verhalten möglicherweise optimiert werden kann, mehr Bewegung in den Alltag integriert werden sollte oder die Ernährung angepasst werden könnte.

Außerdem spielt die Zeit eine große Rolle. Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung werden nur in den optimalen Fällen zur Arbeitszeit angeboten, meist jedoch finden diese nach der Arbeitszeit oder in der Mittagspause statt. Viele Mitarbeiter wollen die Zeit beispielsweise für eine kurze Sporteinheit in der Mittagspause nicht „opfern“, wollen die Zeit lieber für Essen und entspannen verwenden, anstatt sich körperlich zu betätigen.

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Zusätzlich ist nicht nur Bewegung und Sport, sondern auch gesunde Ernährung oft mit negativen Erfahrungen verbunden. Da Versuche, sportliche aktiv zu sein oder sich gesund zu ernähren meist überstürzt gestartet werden und ein sofortiger positiver Effekt erwartet wird, der jedoch meist erst nach einiger Zeit eintritt, sind viele Menschen von vornherein negativ gegenüber gesundheitsförderlichen Maßnahmen eingestellt. Somit werden diese Bereiche vermieden, sodass keine weiteren negativen Erfahrungen entstehen können.

Ein letzter wichtiger Punkt ist, dass viele Befürchtungen oder Angst haben, sich vor den Mitarbeitern oder sogar vor den Arbeitgebern zu „blamieren“. Hat man selbst keinen gesundheitsförderlichen Hintergrund, wenig sportliche Erfahrung oder kennt sich wenig aus mit gesunder Ernährung, so besteht oft das Bedenken, bei Maßnahmen der Gesundheitsförderung etwas falsch zu machen, sich nicht richtig zu verhalten oder sogar „lächerlich zu machen“.

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Maßnahmen für mehr Motivation!

Mitarbeiter aber auch Vorgesetzte sollen für Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung begeistert werden und zu einer aktiven Teilnahme an verschiedenen Angeboten motiviert werden.

Um die zuvor genannten Hindernisse zu überwinden, ist es äußerst wichtig, die Mitarbeiter in erster Linie zu informieren. Hier eignen sich vor allem Informationsveranstaltungen, die einen Einblick geben, warum und wie betriebliche Gesundheitsförderung effektiv gestaltet werden kann und welche Wirkungen ein angepasstes Programm auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit nimmt.

Zusätzlich sollte eine Bedarfserhebung durchgeführt werden, um zukünftige Maßnahmen optimal auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche anpassen zu können. Hierfür eigenen sich beispielsweise Fragebögen, mit welchen Wünsche und Erwartungen abgefragt werden können.

Sowohl Informationsveranstaltungen als auch Bedarfserhebungen dienen als Grundlage für weitere Interventionen, denn nur mit dem Wissen über Erwartungen der Mitarbeiter können diese langfristig für Maßnahmen motiviert werden.

Durch angepasste und individuelle Angebote können negative Erfahrungen überwunden und durch positive ausgetauscht werden, die langfristig erhalten bleiben sollen. Auch die Angst, sich vor Kollegen und Mitarbeitern zu „blamieren“ sollte von Anfang an durch eine lockere Atmosphäre und ein Gefühl der Wertschätzung genommen werden, sodass sich jeder willkommen fühlt und gerne an Bewegungsprogrammen und Workshops teilnimmt.

Hinsichtlich des Faktors Zeit können gemeinsam Lösungen und Kompromisse gefunden werden. Durch Informationen über die Wirksamkeit einer Bewegungspause beispielsweise können Mitarbeiter motiviert werden, an solchen Angeboten teilzunehmen, auch außerhalb der Arbeitszeit.
Zusätzliche Motivation kann hier durch gemeinsame Veranstaltungen erreicht werden, wie beispielsweise Firmenläufe, für welche zusammen als Team trainiert wird.

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Scheint die Motivation am Anfang sehr hoch zu sein, so ebbt die Teilnahme meist nach einiger Zeit ab. Um auch eine langfristige Motivation zur Teilnahme gewährleisten zu können ist es wichtig, eine gute Atmosphäre zu schaffen, damit die Mitarbeiter gerne an den Angeboten teilnehmen.
Auch sollte in kleinen Schritten gearbeitet werden, um Erfolge zu erzielen und positive Erfahrungen zu erleben. Maßnahmen sollten aufeinander aufbauen und verschiedene Formen angeboten werden. So können Bewegungsangebote wie beispielsweise aktive Pausen, Vorträge über eine ausgewogene Ernährung oder Ergonomieworkshops verschiedene Varianten der betrieblichen Gesundheitsförderung darstellen. Je nach Unternehmen und Interessen der Mitarbeiter kann hier variiert, verändert oder angepasst werden, um den Wünschen und Bedürfnissen gerecht zu werden.
Vor allem sollten die Mitarbeiter selbst miteinbezogen werden und am Entscheidungsprozess für die Maßnahmen beteiligt sein können. So steigt die Motivation, bei diesen selbst ausgewählten Angeboten auch langfristig teilzunehmen.

Die Mitarbeiter sollten von Anfang an in den Prozess miteinbezogen werden. Dies betont die Wertschätzung jedes Einzelnen und fördert zugleich die Passgenauigkeit und Akzeptanz von Maßnahmen und Veränderungsprozessen.

Zusätzlich sollten begleitend Wirksamkeitskontrollen durchgeführt werden, um sicher zu gehen, dass die Maßnahmen auch den gewünschten Effekt erzielen. Außerdem kann somit auch die Motivation der Teilnehmer aufrecht erhalten bleiben, da durch Fragebögen oder andere Instrumente mitgeteilt werden kann, ob Änderungen vorgenommen, Maßnahmen angepasst oder weitere Angebote hinzugenommen werden sollen. So können die Erwartungen der Teilnehmer erfüllt werden und eine langfristige Motivation gewährleistet werden.

Fazit

Um Mitarbeiter vermehrt für betriebliche Gesundheitsförderung zu motivieren ist es äußerst wichtig, eine Informationsgrundlage zu schaffen. Es soll gezeigt werden, dass gesundheitsförderliche Maßnahmen und Angebote eine Chance darstellen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu fördern und langfristig aufrecht zu erhalten. Auch die Einbindung in den Entscheidungs- und Gestaltungsprozess, verschiedenste Angebote und eine folglich angepasste und akzeptierte Umsetzung können die Motivation der Mitarbeiter steigern und somit eine vermehrte Teilnahme an Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung erreichen.

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