Gipfelkurs - Betriebliche Gesundheitsförderung & Personal Training.
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Durch die Corona-Pandemie ist die Gesundheit zum aktuellen Thema Nr.1 geworden. Das deutsche Gesundheitssystem schafft es bisher, trotz der weltweiten Pandemie, die medizinische Versorgung zu sichern. Doch wie steht Deutschland und dessen Gesundheitssystem, abgesehen von der Pandemie, da?

Wie gesund ist Deutschland?

Doch wie gesund sind wir in Deutschland? Am Beispiel Übergewicht zeigt sich, dass viele Deutsche schon jetzt unter gesundheitlichen Problemen leiden oder dem Risiko ausgesetzt sind, in Zukunft zu erkranken. Zwei Drittel der Männer (67 %) und die Hälfte der Frauen (53 %) in Deutschland sind übergewichtig. Ein Viertel der Erwachsenen (23 % der Männer und 24 % der Frauen) ist stark übergewichtig (adipös) (Quelle RKI).

Übergewicht und Adipositas erhöhen das Risiko für chronische Erkrankungen. Je höher der Körperfettanteil ist, desto gravierender sind die zu erwartenden gesundheitlichen Konsequenzen. So führt beispielsweise Adipositas zu einer erhöhten Beanspruchung des Muskel- und Skelettsystems. Sie begünstigt das Entstehen von Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck, welche das Risiko für Diabetes mellitus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ansteigen lassen. Auch einige Krebsarten kommen unter adipösen Erwachsenen häufiger vor.

Körperliche Inaktivität und ein ungesunder Lebensstil fördern bereits die Entwicklung unterschiedlicher gesundheitlicher Risikofaktoren. Ein Mangel an körperlicher Aktivität hat beispielsweise einen erheblichen Anteil an der »neuen Volkskrankheit Rückenschmerz«, die ein wichtiger Grund für Krankschreibungen und Frühberentung ist.

Gesundheit ist ein Zustand völligen psychischen, physischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen. Sich des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu erfreuen ist ein Grundrecht jedes Menschen, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Überzeugung, der wirtschaftlichen oder sozialen Stellung.
WHO, 1948

Gesund Altern

Doch das gesundheitsgefährdende Verhalten ist nicht nur für das Individuum, sondern für die Bevölkerung im Allgemeinen problematisch. Das deutsche Gesundheitssystem wird durch die steigende Lebenserwartung und die damit verbundenen Kosten für medizinische Versorgung zunehmend belastet. Ein Vergleich der europäischen Länder zeigt, dass sich die Lebenserwartung zwar untereinander kaum unterscheidet, jedoch gibt es einen erheblichen Unterschied in der Anzahl, der ab 65 gesund gelebten Jahre.

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Der Bericht der OECD zeigt. Während sich die Lebenserwartung zwischen 65-Jährigen Deutschen und Norwegern lediglich um 4 Monate unterscheidet, verbringt der Norweger von den 20 weiteren Lebensjahren 15 frei von Krankheit, der Deutsche lediglich 7. Doch diese Unterschiede lassen sich nicht mit dem Bruttoinlandsprodukt oder den Ausgaben des Gesundheitswesens erklären, da die Länder in diesem Vergleich ungefähr gleich auf sind. In Deutschland ist der Anteil der 50- bis 56- Jährigen mit schwerwiegenden Erkrankungen höher, als in vergleichbaren Ländern. Bei Personen über 65 Jahren mit chronischen Erkrankungen liegt Deutschland über dem EU-Durchschnitt. Im Alter nimmt die Inanspruchnahme von Krankheitsleistungen zu. Die durch den Demografiewandel bedingte Verringerung des Anteils der Beitragszahler, bei gleichzeitig steigenden Gesundheitsausgaben, führt zu einer langfristigen Überlastung des Gesundheitssystems. Am Beispiel von Adipositas zeigt sich die große Belastung für das Gesundheitssystem. Ein adipöser Mensch verursacht ca. 40% höhere Gesundheitskosten als ein Normalgewichtiger.

Ursachen verminderter Lebensqualität

Doch woher kommen die enormen Unterschiede, der Lebensqualität im Alter und wie können wir diese in Deutschland verbessern?
Zum einen zeigt sich, dass sich 42,6% der Deutschen nicht ausreichend bewegen, um die Vorgaben der WHO zu erfüllen. Außerdem sind lediglich 22,6% der Deutschen, zur Erreichung einer Steigerung ihrer Gesundheit, ausreichend körperlich aktiv. Die Empfehlungen für körperliche Aktivität sind folgende:

Erwachsene sollten möglichst mindestens 150 Minuten / Woche aerobe körperliche Aktivität mit moderater Intensität durchführen z.B. 5x 30 Minuten / Woche oder mindestens 75 Minuten/ Woche aerobe körperliche Aktivität mit höherer Intensität durchführen oder Aerobe körperliche Aktivität in entsprechender Kombination beider Intensitäten durchführen. Dazu sollte mindestens zwei mal pro Woche muskelkräftigendes Training durchgeführt werden.
Bundesministerium für Gesundheit
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Vorteile körperlicher Aktivität

Dabei hat körperliche Aktivität enorme Vorteile für die physische und psychische Gesundheit. Die Abbildung zeigt, dass durch körperliche Aktivität das Risiko für viele chronische Erkrankungen vermieden werden kann.

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Ein weiterer Unterschied zwischen Deutschland und den „gesünderen“ Ländern ist die Investition in gesundheitsförderliche Programme, im Bereich der Arbeit. Die Menschen verbringen einen Großteil des Tages an ihrem Arbeitsplatz. Deutschland schafft jedoch noch nicht genügend Anreize für Betriebe, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu fördern. Durch betriebliche Gesundheitsförderung kann das psychische und physische Wohlbefinden der Mitarbeiter gesteigert werden. Dies hat eine geringere Ausfallzeit und eine gesteigerte Produktivität für das Unternehmen zur Folge. Veränderungen des Gesundheitsverhaltens müssen vor allem in dieser Lebenswelt umgesetzt werden, in welcher sich die Menschen am meisten befinden. Durch eine Sensibilisierung für die Themen körperliche Aktivität, gesunde Ernährung und Stressreduktion kann die Lebensqualität, nicht nur im hohen Alter, enorm gesteigert werden.

Dabei sind die Vorteile von betrieblicher Gesundheitsförderung vielfältig. Schon das Bereitstellen von gesunden Snacks, die Optimierung der Ergonomie am Arbeitsplatz und die Organisation von aktiven Pausen sind effektive Maßnahmen, zur langfristigen Steigerung der Gesundheit. Gezieltes Personal Training mit Ernährungsberatung kann ein Übriges dazu beitragen.

Für Deutschland wurde geschätzt, dass mehr als 6.500 Herz-Kreislauf Todesfälle pro Jahr vermieden würden, wenn lediglich die Hälfte der körperlich inaktiven Männer im Alter von 40 bis 69 Jahren gemäßigten körperlichen Aktivitäten nachgingen.
RKI
bewegungspause

Fazit:

Wir müssen in Deutschland eine Trendwende hin zu einer gesünderen Lebensweise einleiten. Dies verbessert nicht nur das Wohlbefinden des Einzelnen, sondern schützt das Gesundheitssystem vor einer Überlastung. In jeder Altersphase lässt sich die körperliche Verfassung verbessern, wodurch man dem Zustand völligen psychischen, physischen und sozialen Wohlbefindens näher kommt. Erst dann machen wir von unserem Grundrecht auf Gesundheit Gebrauch.

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