zurück zum Blog
weiterlesen

Gesundheit ist unser wertvollstes Gut – doch Übergewicht kann sie langfristig gefährden. Adipositas ist eine chronische Erkrankung, die zahlreiche Begleit- und Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann. Umso wichtiger ist es, die Zusammenhänge zu verstehen und frühzeitig gegenzusteuern.

Darum lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die gesundheitlichen Folgen und Risiken von Adipositas zu werfen.

Zweidrittel der Männer und mehr als die Hälfte aller Frauen sind übergewichtig. Mehr als 25 % davon sind sogar adipös. Die Tendenz ist steigend.
Robert-Koch-Institut

Adipös bedeutet, dass jemand sehr stark übergewichtig ist und einen krankhaft erhöhten Fettanteil aufweist. Hier wird dann auch von Fettleibigkeit oder Fettsucht gesprochen. Volkskrankheit Übergewicht und Adipositas.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass es unterschiedliche Arten von Fettgewebe gibt.
Bei genauerem Betrachten besteht ein großer Unterschied zwischen dem

  • sichtbaren Bauchfett und dem
  • unsichtbaren Bauchfett

Das weiche, sichtbare Fett, das auch als „subkutanes Fett” bezeichnet wird, ist zwar das Fett, das uns am meisten stört, doch schädlich für unsere Gesundheit ist jenes Fett, welches zwischen unseren Organen lagert, welches auch als „viszerale Fett” bezeichnet wird.
Dieses ist biologisch aktiv und beeinflusst den Stoffwechsel und den Hormonhaushalt. Wenn viszerales Fett in großen Mengen vorliegt, steigt nicht nur die Cholesterinproduktion, sondern auch das Risiko für Folgeerkrankungen.

Schädlich ist nicht unbedingt das sichtbare Fett, sondern viel mehr das viszerale Fett, das sich zwischen unseren Organen befindet.

Wie Übergewicht und Adipositas definiert werden

Ob jemand an Übergewicht leidet oder sogar adipös ist, wird genau festgelegt. Als Definition wird meist der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) herangezogen. Diese Kennzahl errechnet sich aus dem Körpergewicht in kg geteilt durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat. Bei einem BMI von 25-30 kg/m2 hat eine Person Übergewicht.
Ist der BMI > 30 kg/m2 spricht man von Adipositas.

bioimpedanzmessung_adipositas

Nach neusten Forschungen der Münchener Ludwig-Maximilian-Universität gestattet das Taillen-Größe-Verhältnis (TGV-Wert) bzw. Waist-to-Height-Ratio (WHR-Wert) im Vergleich zum Body-Mass-Index (BMI) eine wesentlich genauere Aussage über die Verteilung des Körperfetts und hat somit eine größere Aussagekraft bezüglich der gesundheitlichen Relevanz von Übergewicht. Es können genauere Rückschlüsse auf den gesundheitlich bedenklichen Bauchfettanteil gezogen werden.
Das Bauchfett geht in der Regel mit einer Verfettung der inneren Organe einher und ist somit ein großer Risikofaktor für Folgeerkrankungen. Beim TGV-Wert wird die Körpergröße ins Verhältnis zum Taillenumfang gesetzt.
Die Werte zur Einteilung in Übergewicht und Adipositas kann man in Abhängigkeit vom Alter in Tabellen genau ablesen. Für eine Person bis 40 Jahre gilt ein Wert von 0,51-0,56 als übergewichtig und einem Wert > 0,56 als adipös.
Einfach gesagt wäre es ideal mindestens 2x so lang wie rund zu sein.

Folgen von Adipositas

Adipositas bedeutet nicht nur, ein erhöhtes Körpergewicht zu haben.
Mit ihr steigt auch das Risiko für weitere Erkrankungen und somit auch das Risiko verbunden ist, früher zu versterben als normalgewichtige Menschen.

Ein Drittel mehr Gewicht als das Optimum verkürzt die Lebenserwartung um drei Jahre. Schwer adipöse Patienten verlieren sogar bis zu zehn Jahre Lebenszeit.
Studie aus Oxford

So zählen

  • Bluthochdruck,
  • Herz-Kreislauferkrankungen und
  • Diabetes

zu den häufigsten Folgeerkrankungen. Aber nahezu alle Organe können betroffen sein.

Jedes Kilogramm zu viel belastet das Herz und den Kreislauf enorm.
Der Grund dafür liegt darin, dass die Blutmenge bei Übergewichtigen Menschen höher ist als bei Personen mit Normalgewicht. Um diese Menge an Blut in Bewegung zu halten, muss das Herz nun stärker arbeiten und stärker schlagen, was zur Erhöhung des Blutdrucks führt und weitere Folgen, wie Kurzatmigkeit, mit sich bringen kann.

Adipositas schädigt aber auch Gefäße im Körper und führt dann langfristig zu Arteriosklerose (umgangssprachlich auch Arterienverkalkung).
Arterien sind Blutgefäße, die das in den Lungen mit Sauerstoff angereicherte Blut vom Herzen zu den Organen transportieren. Diese werden dann durch krankhafte Veränderungen der Gefäßwände zunehmend enger bis sie im schlimmsten Fall komplett verschlossen sind und dann zu

  • Herzinfarkten oder
  • Schlaganfällen

führen können. Die krankhaften Veränderungen werden unter anderem durch Ablagerung von Blutfetten, die bei stark übergewichtigen Menschen sehr erhöht sind, hervorgerufen.

Personen mit Übergewicht haben ein fast dreimal so hohes Risiko wie normalgewichtige Personen, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Bei Personen mit Adipositas besteht sogar ein mehr als siebenfaches Risiko der Erkrankung im Vergleich zu Normalgewichtigen.
Stiftung Gesundheitswissen

Eine besonders häufige Folge von sehr starkem Übergewicht ist Diabetes mellitus Typ 2.
Durch das stetig wachsende Körpergewicht wird immer mehr Insulin benötigt, welches zwar in ausreichender Menge von der Bauchspeicheldrüse produziert wird, aber nicht vom Körper richtig verwertet werden kann (sog. Insulinresistenz). Die Glukose kann nicht mehr von den Zellen aufgenommen werden und so sammelt sie sich im Blut an und der Blutzuckerspiegel steigt an.
Menschen mit Typ-2-Diabetes haben wiederum auch wieder ein erhöhtes Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten wie

  • Herzinfarkte,
  • Schlaganfälle und
  • Probleme mit der Durchblutung der Beine und Füße.
Es erhöhen sich bei Menschen mit Adipositas und gleichzeitigem Diabetes Typ 2 also die Risikofaktoren für zum Teil schwerwiegenden Folgeerkrankungen.
diabetes_adipositas

Damit ist die Liste der Folgeerkrankungen aber noch nicht zu Ende. Das steigende Gewicht belastet die Gelenke zunehmend und führt zu erheblichen Schmerzen und Beeinträchtigungen in der Bewegung, was zur Folge hat, dass auch die Aktivitäten des täglichen Lebens eingeschränkt sind und nur noch auf ein Mindestmaß reduziert werden. Außerdem leiden viele Betroffene unter den Reaktionen aus der Umwelt.

Eine weitere Folge, die bei Adipositas auftreten kann, ist die Leptinresistenz. Leptin ist ein Sättigungshormon, welches hauptsächlich in den Fettzellen gebildet wird und den Fettgehalt im Körper misst. Mit steigendem Fettgehalt im Blut wird mehr Leptin produziert und übers Blut ans Gehirn transportiert.
Dort angekommen übermittelt es dem Körper ein Sättigungssignal. Die Nahrungsaufnahme wird darauf hineingestellt und der Stoffwechsel gesteigert.
Bei Menschen mit sehr starkem Übergewicht funktioniert dieser Mechanismus nicht, es entwickelt sich eine Leptinresistenz. Es stellt sich kein Sättigungsgefühl ein und es wird weitergegessen und das Übergewicht steigt weiter.

Trotz ausreichender Energiereserven bleibt das Sättigungsgefühl aus – ein charakteristisches Merkmal der Leptinresistenz bei Adipositas.

Erfolgreich abnehmen heißt: Gewohnheiten ganzheitlich verändern

Die Ursachen für Übergewicht und Adipositas sind vielfältig. Ein wesentlicher Faktor ist aber die falsche Ernährung: Zu viel Fast Food und Süßigkeiten, allgemein ist ein zu hoher Fettanteil in der Nahrung.
Dazu gesellt sich ein ausgeprägter Bewegungsmangel, wenn etwa zur sitzenden Tätigkeit im Beruf kein ausgleichender Sport betrieben wird. Aber auch seelische Ursachen sind bedeutsam, denn viele Menschen essen aus Frust oder Stress. Wer also abnehmen will, sollte deshalb mehrgleisig fahren und folgende Faktoren beachten:

  • Ernährung umstellen: Die Analyse der Ernährungsgewohnheiten sollte zu Beginn der Umstellung stehen, gefolgt von einem Ernährungsplan mit kalorienärmeren Alternativen.
  • Sport treiben: Für eine Gewichtsreduktion ist regelmäßige körperliche Aktivität entscheidend. Empfehlenswert sind drei bis fünf Trainingseinheiten pro Woche von jeweils 30 bis 45 Minuten. Langfristig sollte ein tägliches Bewegungsziel von mindestens 30 Minuten angestrebt werden. Zusätzlich wirkt es positiv, mehr Alltagsaktivitäten wie „Treppensteigen statt Lift“ in den Tagesablauf zu integrieren.
  • Stress reduzieren: Tägliche Pausen und gezielte Entspannungsphasen tragen wesentlich zur Stressbewältigung bei. Eine bewusste Entschleunigung des Alltags fördert das seelische Gleichgewicht und unterstützt indirekt den Abnehmprozess. Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Atemübungen können dabei hilfreich sein.
  • Einstellung ändern: Lernen, sich selbst mehr Achtsamkeit zu schenken.
adipositas_bewegung

Wer langfristig etwas für die eigene Gesundheit tun und Folgeerkrankungen vermeiden möchte, sollte aktiv an seinem Gewicht arbeiten und gefasste Vorsätze konsequent umsetzen.
Wenn dabei Unterstützung gewünscht ist, stehen wir gerne zur Seite!
Unsere Angebote zur Gewichtsreduktion sind vielfältig – von Diagnostiken über Ernährungsberatung bis hin zu individuellem Personal Training.
Buche jetzt deinen Termin und gehe den ersten Schritt zu einem gesünderen Leben.



zurück zum Blog
Gipfelkurs - Personal Traininer Düsseldorf